Die Lok 1 des FFM digital mit Sound

Nachdem sich die Soundversionen für die H0f-Modelle Jacobi und FFM-4 bewährt haben, soll auch die Heilbronner in langsamer Fahrt über die BUSCH-Gleise schnaufen.

Das Projekt befindet sich gerade in der Entwicklung. Am CAD-System zeigt sich, daß die Elektronik Lautsprecher, Sounddecoder und Pufferschaltung gerade so hineingehen,  der freie Blick durch das Führerhaus bleibt erhalten.

 

 

Zunächst entsteht der CNC-gefräste Rahmen. Das Werkstück ist recht komplex gestaltet, weil aus Platzgründen auch die Kabelführung, die Aufnahme der Querträger und die Befestigung der Zylinder berücksichtigt werden muß. Der Rahmen kann so als Baugruppe komplett mit der Steuerung vormontiert werden. Zur Fertigung sind mehr als 20 Technologieschritte notwendig.

Das Getriebe ist bestückt. Die Messingzahnräder sind in der Baugröße M0,2 ausgeführt. Die Räder sind CNC-gefräst und die Radreifen sind mit einem RP25 Stahl leicht überdreht worden. Die Radreifen sind von der Nabe elektrisch isoliert, die Steuerung muß also nicht isoliert werden. Die Radnaben verschwinden im Außenrahmen. Die Steuerung wird durch die Innengewinde M1,2 mit den Naben verbunden, wenn also bei der Montage etwas schief läuft, dann wird demontiert und neu montiert.

Der eisenlose 12 Volt Motor (Tramfabriek) hat 8mm Durchmesser und eine Länge von 16mm. Zur Befestigung ist er an der Stirnseite mit 2 Innengewinde M1,2 versehen. Die Befestigungsschrauben sollten mit ihrem Gewinde nicht länger als ca. 1 mm in den Motor eingeschraubt werden, sonst wird der Motor beschädigt. Die Kreuzköpfe haben einen kleinen Bolzen mit einer zentralen Bohrung zur Aufnahme der Treibstangen. Mit einem Körner wird die Bohrung geweitet und die Treibstange fixiert. Die Hängeeisen sind aus 2 Hälften entstanden. Der Abstand der beiden Teile beträgt 0,45 mm, 0,4 mm dick sind die Stangen, die zwischen den beiden Teilen montiert werden. Die Bundschrauben Schlüsselweite 1.35mm habe ich im einschlägigen Handel nicht gefunden. Deshalb wird eine M1-Schraube abgedreht und mit einem gefrästen 6Kant-Kopf verlötet. Aufwendig, aber letztendlich zielführend.  Die komplette Steuerung wird am Fahrwerk als Baugruppe montiert und auf Ihre Funktion geprüft.

Die Steuerungsteile sind zur Probe montiert. Die Neusilberteile sind so dimensioniert, daß die beweglichen Teile nicht allzu empfindlich gegen unbeabsichtigtes Verbiegen sind. Das hat mir in der Vergangenheit gelegentlich Sorgen bereitet. Die Optik ist meiner Meinung nach trotzdem, für ein Modell dieser Größe, akzeptabel. Die Verbindungselemente (6-Kantschraube SW 1,35 mm) lassen sich mit einem Steckschlüssel gut montieren. Die Funktionseinheit aus Fahrwerk und Steuerung ist nun geprüft. Der Kessel ist mit den Teilen aus der Feingiesserei bestückt. Die Wandstärke des Kessels beträgt 0.4 mm. Die Dome und der Schlot haben einen kleinen Zapfen, der gut in die Bohrungen im Kessel passt. Mit einer kleinen Flamme wird durch Weichlot die Verbindung hergestellt. Die Kupplungen habe ich nach dem Vorbild beim Frankfurtern Feldbahn Museum gestaltet. Die Zylinder und die Querträger lassen sich aber im montierten Zustand nur schwer lackieren. Deshalb wird alles demontiert und die Farbgebung erfolgt an den Einzelteilen, bevor alles zur Endmontage bereitstehen wird.

Einige Teile wie Gehäuse, Stehkessel, Rauchkammertür und die Verkleidung des Fahrwerkes werden aus 0,3 mm starken Blech  zusammengelötet. Das Bild zeigt das geätzte Blech. Die Rauchkammertür gibt es auch in der weiter oben gezeigten gefrästen Variante. Welche zum Einsatz kommt, wird sich zeigen.

Die Teile aus Neusilberblech sind zusammengelötet. Im Führerhaus ist das Formstück zur Aufnahme des Lautsprechers, des Sounddecoders und der Pufferschaltung nebst 2 Stück Supercaps zu sehen. Der Zusammenbau wird sicherlich nicht einfach.

Der Baubericht wird fortgesetzt!